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Manche Orte in Korea fühlen sich besonders an – nicht weil sie berühmt sind, sondern weil sie dich im Moment deiner Ankunft einfach entschleunigen. Ha:nok ist genau so ein Ort.
Versteckt im Dorf Naedong in Gijang, tief im Tal des Aengnim-Berges, wirkt dieses Hanok-Café wirklich abgelegen. Nicht „versteckt" im Instagram-Sinne, sondern so versteckt, wie es auf dem Land in Korea oft ist: ruhige Straßen, kleine Häuser – und plötzlich öffnet sich ein wunderschön erhaltenes Hanok zu einem stillen Garten hin.
Ha:nok liegt genau zwischen Songjeong und Gijang, was es überraschend gut mit dem Auto erreichbar macht – mit öffentlichen Verkehrsmitteln hingegen weniger.
Von Haeundae aus dauert es bei leichtem Verkehr etwa 20 Minuten mit dem Auto oder Taxi. Mit dem Bus brauchst du ungefähr 40 Minuten ab der Haeundae Station, inklusive eines Umstiegs. Persönlich würde ich den Bus nicht empfehlen, es sei denn, du liebst komplizierte Strecken. Das ist einer dieser Orte, wo es sich absolut lohnt, einfach ein Taxi zu nehmen.
Das Äußere ist klassische Hanok-Architektur, aber nicht auf eine museumsartige Weise. Es fühlt sich bewohnt und warm an. Eines der Highlights ist der offene Garten. Es gibt Sitzplätze auf dem Boden im Freien, perfekt an einem sonnigen Tag, und sogar ein privates Zimmer, das im Garten versteckt ist, wenn du etwas mehr Abgeschiedenheit möchtest.
Im Inneren bewahrt das Café die traditionelle Hanok-Atmosphäre. Holzböden, ein wunderschönes Holzdach und sanftes natürliches Licht verleihen dem Raum ein ruhiges, erdverbundenes Gefühl.
Für ein Hanok-Café ist die Speisekarte genau das, was man sich erhofft – und sogar noch etwas mehr. Es gibt eine englische Speisekarte, was es für Ausländer schon mal deutlich einfacher macht. Die Teeauswahl folgt dem Gedanken der vier koreanischen Jahreszeiten, wobei verschiedene Tees saisonale Aromen und Stimmungen widerspiegeln.
Was mir besonders aufgefallen ist, war der Reis-Latte. Es ist ein Getränk ohne Kaffee. Nichts, womit die meisten Ausländer vertraut sind, aber absolut einen Versuch wert, wenn du mal etwas anderes als die üblichen Café-Optionen ausprobieren möchtest.
Es gibt eine Vielzahl wunderschön angerichteter Desserts. Von traditionell über niedlich bis hin zu wirklich lustig. Es gibt ein Hanok-Set mit traditionellen Snacks, Basque Cheesecakes mit einzigartigen koreanischen Geschmacksrichtungen, Tteok, gegrilltes Tteok, getrocknete Kaki und mehr. Ich habe den schwarzen Sesam-Basque-Cheesecake probiert, und er war köstlich.
Ha:nok ist kein schneller Kaffeestopp. Es ist ein Café, das du gezielt ansteuerst. Die Art von Ort, um den du einen ganzen Nachmittag planst – besonders wenn du die östliche Seite von Busan erkundest oder Songjeong und Gijang an einem Tag kombinierst.
Was es so besonders macht, ist die Balance. Es respektiert die Tradition, ohne sich starr anzufühlen, und heißt Ausländer willkommen, ohne seine koreanische Identität zu verwässern. Wenn du auf dem Holzboden sitzt, eine Tasse Tee in der Hand, umgeben von Bergen und dem ruhigen Dorfleben, vergisst du leicht, dass du dich technically noch immer in Busan befindest.
Wenn du auf der Suche nach einem Hanok-Café bist, das sich authentisch und ruhig anfühlt, sollte Ha:nok ganz oben auf deiner Liste stehen.
Busan Gijang-gun Gijang-eup Naeri-gil 146-5
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