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Songjeong ist vor allem für seine Surfszene, Toast und den Blueline-Küstenzug bekannt. Etwas weniger für seine gemütlichen Cafés – deshalb war es wirklich erfrischend, einen Ort zu entdecken, der sich auf traditionellen Tee spezialisiert hat. Suwolgyeonghwa ist ein wunderschönes Teehaus, das ein authentisches traditionelles koreanisches Erlebnis mit einem modernen Touch bietet. Im Vergleich zu klassischen Teehäusern, die hauptsächlich von älteren Frauen besucht werden, ist dieses hier von einem jüngeren Publikum bevölkert.
Das Teehaus befindet sich im 4. Stock. Wenn du es betrittst, spürst du sofort den klassischen Hanok-Stil – mit Holzbalken, Papiertüren und dem ganzen Flair. Der Raum hat eine Sanftheit, die dich unmittelbar dazu bringt, die Stimme zu senken. Direkt beim Eintreten fällt dir der atemberaubende Blick auf den Songjeong-Strand und die Blueline-Bahnstrecke auf, die vor dem Gebäude entlangführt. Dabei zuzuschauen, wie der Zug alle paar Minuten vorbeifährt, während man Tee nippt, verleiht dem ganzen Erlebnis eine überraschend beruhigende Note.
Wir haben das Signature-Dessert-Set mit zwei Tees bestellt: Black Moon Hoji und Melonmangs, einen Winter- und einen Sommertee. Zu jeder Kanne Tee gibt es eine Karte, die die Geschmacksnoten, den Koffeingehalt und Tipps zum besten Genuss erklärt. Die Preise sind für einen Ort mit so einem Premium-Flair überraschend erschwinglich – besonders wenn man die Qualität der Tees und den traumhaften Ausblick dazu bedenkt.
Die Tees waren großartig. Ich bin ein großer Fan von Hojicha, also wusste ich, dass es gut werden würde, aber am meisten hat mich der Sommermelonentee überrascht. Der Tee war so erfrischend und von einer Qualität, die ich glaube, bisher noch nicht erlebt zu haben. Kein Wunder, dass sie Preise vom International Taste Institute, den Teablender Masters und der Teasigner Championship gewonnen haben. Alles schmeckt durchdacht und handwerklich hervorragend gemacht.
Die Desserts sahen aus wie Kunstwerke. Es waren alles traditionelle Desserts, aber modern interpretiert. Das Monaka zum Beispiel hatte eine weiße Schokoladenfüllung statt der traditionellen weißen Bohnenpaste. Diese Besonderheiten machen das Teehaus bei jüngeren Leuten so beliebt und verleihen dem Ort ein zeitgemäßes statt altmodisches Flair.
Was ich an diesem Ort am meisten liebe, ist, wie er Tradition und modernen Geschmack miteinander verbindet. Er wirkt lebendig und wie etwas, das junge Koreaner wirklich erleben wollen. Wenn du also in Songjeong bist, tu dir selbst einen Gefallen und lass Starbucks oder Compose Coffee mal links liegen – und genieß stattdessen ein traditionelles koreanisches Tee-Erlebnis mit einem atemberaubenden Blick auf den Strand von Songjeong.
Für alle, die Songjeong kennen – es befindet sich an der Ecke bei der Autounterführung am Strand.
Integration in Korea – ein Blogbeitrag nach dem anderen
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